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Die letzte Ruhestätte – bewusst entscheiden

Die Wahl der letzten Ruhestätte ist etwas sehr Persönliches. Wenn ein Mensch stirbt, müssen Angehörige viele Entscheidungen treffen. Eine wichtige Frage ist:

Welche Bestattungsart?

Es gibt heute verschiedene Arten der Bestattung. Wir beraten Sie vertrauensvoll und finden eine letzte Ruhestätte, die würdevoll ist und ein Ort der Erinnerung sein kann.

Erdbestattung

Die Erdbestattung – bei der der Verstorbene dem Erdreich übergeben wird – ist wohl die ursprünglichste und älteste Bestattungsart. In Deutschland ist für die Erdbestattung die Verwendung eines Sarges und die Beisetzung auf einem Friedhof, der in der Regel frei wählbar ist, vorgeschrieben. Die Beerdigung erfolgt zeitnah nach Eintritt des Todes – innerhalb von 10 Tagen muss der/die Verstorbene beerdigt werden, weshalb Sie in kurzer Zeit viele wichtige Entscheidungen für die Beerdigung treffen müssen.

DIE VERSCHIEDENARTIGEN GRABSTÄTTEN AUF DEM FRIEDHOF

Es gibt Grabarten die von Angehörigen gepflegt und gestaltet werden, als auch pflegefreie Varianten. Gegen eine Gebühr erwirbt man für einen bestimmten Zeitraum (Ruhefrist) ein Nutzungsrecht an der jeweiligen Grabstätte. Wahlgrabarten können wieder erworben und über Generationen erhalten bleiben, alle anderen Grabformen (Reihengräber) laufen nach einer durch die Friedhofsverwaltung festgelegten Zeit ab und können nicht verlängert werden. Bei einigen Grabstätten sind neben der Sargbestattung auch Urnenbeisetzungen möglich. Gerne teilen wir Ihnen mit, welche Bestimmungen auf dem von Ihnen gewählten Friedhof gelten.

  • Reihengrab (Erd- und Feuerbestattung)

    In Reihen platzierte Gräber werden in chronologischer Folge belegt: Die Reihe wird mit jedem Verstorbenen fortgeführt. Die Grabstellen sind nur für eine Bestattung ausgelegt. Familienangehörige müssen später an einem separaten Platz bestattet werden.

  • Wahlgrab (Erd- und Feuerbestattung)

    Schon zu Lebzeiten den Friedhof und den Platz des Grabes auswählen – das ist möglich, wenn man sich für ein Wahlgrab entscheidet. Das Nutzungsrecht an diesem Grab kann immer wieder verlängert werden, beispielsweise im Zuge der Beisetzung eines weiteren Familienmitglieds.

Bestattungen: Sarg mit Sonnenblumen und weißen Rosen als Trauerfloristik in einer Kapelle

Die Feuerbestattung

Die Feuerbestattung (Kremation) ist eine Bestattungsart, bei der der Sarg mit dem Leichnam in einem Krematorium eingeäschert wird. Nach der Einäscherung wird die Asche des Verstorbenen in eine Aschenkapsel gefüllt. Diese wird dann entweder anonym auf einem Friedhof beigesetzt oder in eine Schmuckurne eingelassen, sodass eine Trauerfeier an der Urne stattfinden kann. Die Feuerbestattung gilt als flexiblere Variante zur Erdbestattung und wird aufgrund der individuellen Gestaltungsmöglichkeiten immer öfter gewählt.

 

Weitere Informationen: https://www.fbg-hannover.de/krematorium/

ABLAUF DER FEUERBESTATTUNG 

Der Ablauf einer Feuerbestattung kann unterschiedlich sein. Es besteht die Möglichkeit, noch vor der Einäscherung eine Trauerfeier mit dem Sarg durchzuführen. Die Urnenbeisetzung erfolgt dann im Nachhinein, oft im engsten Familienkreis. Eine weitere Möglichkeit ist, die Trauerfeier mit der Urne auf dem Friedhof in einer Kapelle oder Kirche stattfinden zu lassen. Im Anschluss an die Trauerfeier folgt die Beisetzung in einem Urnengrab auf dem Friedhof oder alternativ in der Natur z.B. im Wald oder auf See. Die Beisetzungsarten einer Urne sind sehr vielfältig. Zwischen dem Todestag und der Urnenbeisetzung dürfen 4 Wochen liegen.

Bestattungen Urne mit Blumen und Aufschrift 'In Liebe und Erinnerung'

Seebestattung

Die Bestattung auf See ist eine Bestattungsform und auf allen Weltmeeren möglich. Heutzutage können Menschen, die sich dem Element Wasser verbunden fühlen diese Bestattungsart in Anspruch nehmen.

Der Seebestattung geht eine Einäscherung voraus. Anschließend wird die Asche in eine spezielle „Seeurne“ aus wasserlöslichem Material umgebettet und im Meer beigesetzt. Dazu fährt ein Schiff aufs Meer hinaus. Im Beisein der Trauergesellschaft kann auf dem Schiff eine Trauerfeier abgehalten werden. Nach alten seemännischen Bräuchen übergibt der Kapitän die Urne dem Meer.  Nach der Beisetzung erhalten die Angehörigen einen Auszug der Seekarte mit exakter Positionsangabe.

Man unterscheidet unter stille (anonyme) Seebestattungen ohne Angehörige und begleitete Bestattungen mit Trauerfeier.

Seebestattungen erfolgen meist vor der deutschen Nord- oder Ostseeküste, können auf Wunsch aber auch in anderen Weltmeeren stattfinden. Sprechen Sie uns an, wir informieren Sie gerne über alle Möglichkeiten.

Weitere Informationen unter: www.seebestattung-albrecht.de

Bild einer Seebestattung bei Sonnenuntergang mit Blumen am Ufer

Naturbestattung

Im Wald finden wir Ruhe und Frieden. Deshalb wünschen sich naturverbundene Menschen heute oft eine Bestattung im Wald. Bei der Baumbestattung wird die Urne der/des Verstorbenen im Wald direkt an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt. Die Philosophie dieser Art der Naturbestattung ist, dass der Baum seine Nährstoffe mit den Wurzeln aus der Asche des Verstorbenen zieht und das Leben so in die Natur übergeht als Sinnbild für das Fortbestehen des Lebens über den Tod hinaus. Der Baum ist Grab und Grabmal zugleich und dient Angehörigen als Ort des Gedenkens und Erinnerns. Die Grabpflege übernimmt die Natur. 

Waldweg als Symbol fcr Naturbestattung im naturnahen Umfeld

Der Erwerb eines Baumgrabes ist in einem FriedWald® oder Ruheforst® möglich, die jeweils Teil naturbelassener Waldareale sind, deren Fortbestand durch ein auf 99 Jahre angelegtes, waldschonendes Baumbestattungskonzept gesichert sind. Bei der Baumauswahl kann zwischen einem Platz an einem Gemeinschaftsbaum, einem Familien- oder Freundschaftsbaum, einem Einzel- bzw. Partnerbaum entschieden werden. Je nach Institution können an diesen Naturgrabstätten bis zu 12 Personen beigesetzt werden.

Um die natürliche Schönheit des Waldes zu bewahren, sind diese Begräbnisplätze von außen kaum erkennbar, lediglich ein kleines Namensschild am Baum verrät den Beisetzungsort des Verstorbenen. Die Trauerfeier kann ganz nach Ihren Wünschen individuell gestaltet werden. Die Beisetzung der Urne übernimmt ein Förster/-in.

Tree of Life® – ein lebendiger Erinnerungsort

Die Tree of Life® Bestattung ist eine besondere Form der Naturbestattung. Nach der Einäscherung wird ein Teil der Asche mit Erde vermischt. Daraus wächst ein Baum oder eine Pflanze. Dieser Baum wird an einem erlaubten Ort gepflanzt und wird so zu einem lebendigen Ort der Erinnerung. Viele Menschen empfinden diese Form des Abschieds als tröstlich. Sie verbindet Abschied, Natur und Neubeginn.

Logo Tree of Life mit stilisiertem Lebensbaum und Sonnenstrahlen

Wörterverzeichnis

Der Ort, an dem ein verstorbener Mensch beigesetzt wird. Zum Beispiel ein Grab, ein Baum oder das Meer.

Die Art der Beisetzung, zum Beispiel Erd-, Feuer- oder Seebestattung.

Der Verstorbene wird in einem Sarg in der Erde beigesetzt.

Der Verstorbene wird eingeäschert. Die Asche kommt in eine Urne.

Ein Gefäß, in dem die Asche eines verstorbenen Menschen aufbewahrt wird.

Die Urne wird im Meer beigesetzt.

Eine Bestattung in der Natur, meist an einem Baum. Das Grab ist pflegefrei.

Eine besondere Naturbestattung. Aus einem Teil der Asche wächst ein Baum oder eine Pflanze.

Ein Grab, das nicht von Angehörigen gepflegt werden muss.

Bestattungskosten

So unterschiedlich die Vorstellungen der Angehörigen oder eines Vorsorgenden zu der Bestattung sind, so abweichend sind die Preise und die zu erwartenden Gesamtkosten.

Die Abweichungen liegen in der Bestattungsart und der Ausführung.

Eine Bestattung kann aus folgenden 5 Blöcken bestehen:

        1. Block: Lieferung und Leistungen des Bestatters:

           Sarg mit Innenausstattung/ Sterbehemd/Decke und Kissen, bei Feuerbestattung Schmuckurne
           Ankleiden des Verstorbenen, Einsargung und Überführung des Verstorbenen, Leitung der Trauerfeier/Beerdigung 
           und Stellung der Träger, Erledigung der amtlichen Formalitäten, Organisation und Verwaltung

       2. Block: Amtliche Kosten:

           Gebühren für Sterbeurkunden, Todesbescheinigung, Leichenhallengebühren im Krankenhaus und Krematorium,
           Amtsarzt, Einäscherungsgebühren, Urnentransport

       3. Block: Kosten der von Angehörigen gewünschten Zusatzleistungen

           Traueranzeigen, Trauerbriefe, Redner, Musikanlage, Orgelspiel, Danksagungen

       4. Block: Zusatzkosten

           Friedhofsgebühren, Neu- oder Nachkauf der Grabstelle

       5. Block: Folgekosten

           Kaffeetafel, Grabherrichtung und Bepflanzung, Grabstein- oder Namensplatte, Grabpflege

 

Die Gesamtkosten werden immer vom Auftragsaufwand bestimmt.

Jeder Friedhof hat eine eigene Gebührensatzung. Jede Zeitung hat einen unterschiedlichen Preis für Familienanzeigen.

Aus den oben genannten Blöcken ergibt sich, dass eine Bestattung grundsätzlich individuell gestaltet wird und die Kosten unterschiedlich hoch sein können.

Für eine persönliche und kostenfreie Beratung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.